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Farbton über den Effektgang anpassen

Das Feintuning der praktischen Farbtonbestimmung

Bei allen durchzuführenden Arbeiten die Nutzung von PSA beachten! Hier entlang zur PSA.

MERKE: Jeder Lackierer hat seine eigene Handschrift. Somit sollte auch jeder Lackierer seine eigenen Karten erstellen.

Die Spritztechnik der Muster sollte der einer Neuteil-Tür-Lackierung gleichen. Falls dir dafür die Erfahrung fehlt, solltest du die Muster auf eine größere Pappe kleben um gleichmäßige Züge applizieren zu können. Maße für einen Karton für ein Musterblech könnte 40cm breit und 60cm hoch.
Bei mehreren Spritzmustern, sollten mindestens 10cm-15cm zwischen den einzelnen Karten liegen.

Spritzkartenmuster mit einem leichten Gang Silber. Hier sieht man schon gut, das der Untergrund den Farbton bestimmt.

  1. Schwarz
  2. Grau
  3. Hellgrau / Weiß

Wichtige Vorgehensweisen für alle Muster

  1. Musterbleche immer in benötigter Graustufe einsetzen oder ggfs. Füllern (Untergrundtöne verschieben den Farbton!)
  2. Das Musterbleche hochkant positionieren (Musterbleche werden nicht liegend lackiert!)
  3. Musterblech sorgfältig reinigen und abstauben
  4. Nun ist es wichtig zu wissen, wie der zu lackierende Basislack aufzutragen ist. Daten dazu findest du in dem dazugehörigen Technischen Datenblatt (TD, auch genannt TI für technische Information). Hier wird unterschieden in One-Step oder konventionellem Auftrag.

Der konventionelle Basislackauftrag

  1. Hier wird als erstes ein Klebegang auflackiert
  2. Nach dem Vermatten (Ablüftzeiten variieren nach Hersteller) wird ein geschlossener nasser Gang (nicht zu satt) aufgelegt.
  3. Eine weitere Ablüftzeit lässt den Basislack wieder Vermatten. Hier ist es zwingend notwendig dem Material Zeit zu geben.
    Eingeschlossene Verdünner (gilt für Wasser- und Lösemittelhaltige Basislacke!) machen sich im Klarlack bemerk- und sichtbar
  4. Anschließend wird der Effektgang auflackiert. Hierzu benötigt man wiederrum den einzustellenden Spritzdruck.
  5. Gut Ablüften lassen
  6. Klarlackapplikation

One-Step Basislackauftrag

  1. Hier wird als erstes ein Klebegang auflackiert
  2. Einen geschlossener nassen Gang nachziehen
  3. Ohne Ablüftzeit geht es weiter mit dem
  4. Effektgang. Hierzu benötigt man wiederrum den einzustellenden Spritzdruck.
  5. Sehr gut Ablüften lassen
  6. Klarlackapplikation

Materialliste:

Spritzmuster

Pappe 100cm x 60cm

Tape

Basislackpistole (Düsegröße nach Herstellervorgabe)

Klarlackpistole (Düsegröße nach Herstellervorgabe)

Basislack RFU (ready for use)

Klarlack