Spachteln

Hierbei ist immer auf das Material des Untergrundes acht zu geben. Nicht jeder Spachtel hält auf jedem Untergrund!

Am Markt gibt es immer mehr unterschiedlichste Spachtelsorten. Hierbei ist darauf zu achten, dass der Spachtel für die Anwendung die richtige Eigenschaft besitzt. In den meisten Fällen kommt man mit einem sogenannten Multispachtel fast immer zum Ziel. Falls aber dennoch Kunststoffe bearbeitet werden sollen, sollte man durchaus mit Kunststoffspachtel vorarbeiten.

Einige Hersteller bieten Spachteltabellen an. Daraus ist ersichtbar, welcher Spachtel für welchen Einsatzzweck anzuwenden ist. Aus der Praxis heraus, werden meist vier verschieden Sorten eingesetzt.

  • Multispachtel
  • Kunststoffspachtel (zum Teil muss trotzdem ein Kunstoffprimer vorgelegt werden!)
  • Metallspachtel
  • Aluspachtel

Für kleinere Notfälle, Kratzer oder Steinschläge, wird auch in manchen Fällen ein sogenannter 1-K NC-Spachtel eingesetzt. Dieser wird nicht wie die Polyester- oder Epoxidspachtel mit Härter angesetzt, sondern ist sofort verarbeitbar. Daher 1-K (1-Komponenten). Das NC steht für hier für Nitro-Combi. Heutzutage ist der Einsatz dieses Produktes eher rückläufig. In einigen industrieellen Anwendungen findet er jedoch großen Anhang.

1-K oder 2-K?
Wenn wir über Qualität reden, dann wird diese Antwort immer 2-K sein.
Warum?!
Spachtel der gehärtet wird, fällt nicht mehr ein. Der „Schrumpf oder Schwund“ passiert hier im Trocknungsprozess. Das heißt, dass nach der Trocknung keine Lösemittel mehr heraustreten und das Material starr in seiner Form ist und bleibt. Ein 1-K Spachtel ist für sehr kleine Lackeinschläge oder dünne Kratzer gedacht. Wenn dieser etwas zu dick aufgetragen wird, schließt die Oberfläche und einige Lösemittel verbleiben in der Spachtelmasse. Auch wenn man im Schleifvorgang das Gefühl hat der Spachtel sei trocken, täuscht man sich. Durchaus kann dieser unter Wärme noch einmal „einfallen“. Die Lösemittel verdunsten, verlassen das Material und das Volumen verringert sich. Somit entstehen unter Umständen kleinere Kraterähnliche Löcher im Lackbild.

Wie geht man vor bei:

  • Kleinen Dellen (Japanmesser, Kunststoffspachtel)
  • Flächen oder Türblättern (Flächenspachtel
  • Rundungen (Gummirakel, Kunstoffspachtel)
  • Radlaufkanten (erst die Kante, dann die Fläche)
  • Abflecken von Steinschlägen oder Löchern (Abkratzen 1-K oder 2-K)
  • Massivholz (Holzspachtel-farbig)
  • MDF (Multi)
  • Kunststoffe (Spachtel, Kleber oder Schweißen)