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Buchcover Lackier- und Oberflächenfehlerfehler

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Buchcover Lackier- und Oberflächenfehlerfehler
Fluten von Wasserbasislack

Aufschwemmen von Basislacken (konventionell oder wässrig)

Überschichtung mit Wellenformation im Basislacksystem

  • Fehlerquellen:
    • Die Viskosität des Basislack falsch eingestellt. Bei diesem Schadenbild ist der Basislack meist etwas zu dünn.
    • Die Spritztechnik zu langsam. Die Geschwindigkeit über dem Objekt sollte etwas erhöht werden. Die Schichtstärke wird somit zu dick und die Pigmente fangen an zu schwimmen.
    • Zu groß gewählte Düsengröße. Basislacke bzw. Lacke im Allgemeinen nach Herstellervorgabe verarbeiten. Dazu gehört auch die richtige Wahl der Düsengröße.
  • Fehlervermeidung:
    • Den Basislack nach technischen Informationen einstellen.
    • Gleichmäßiges lackieren. Entwickle einen Flow beim Lackieren. Mit ein wenig Übung merkt man, ob die Geschwindigkeit, der Abstand und das Materialverhalten zueinander passen.
    • Die Schichtstärke mit Gefühl aufbauen. Je nach Hersteller gibt es das konventionelle oder One-Step Verfahren. Im One-Step Verfahren wird der Basislack in allen Gängen (Klebegang, nasser Gang, Nebelgang) in einem durch lackiert. Dort entfallen die Ablüftzeiten zwischen den Gängen. Hier entsteht die Gefahr einer Überschichtung.
    • Die Düsengröße kontrollieren. Das Werkzeug zum Material auswählen. Basislack wird in der Regel nicht durch eine 1,7mm Düse gejagt.
  • Reparaturweg:
    • Läufer und Aufschwemmungen im Basislack richtig trocknen lassen und anschließend mit Schleifpapier P800 auf einem Klotz trocken Schleifen. Ein gröberes Korn kann unschöne Schleifspuren hinterlassen oder das Material aufreißen. Wen dies geschieht, muss das Material großflächig abgetragen werden. Nur so erreicht man einen Übergang, der sich anschließend nicht weiter markiert.
    • Bei Basislacken ist darauf zu achten, dass vor dem weiteren Arbeitsschritt das Material durchgetrocknet ist. Basislacke neigen dazu, an der Oberfläche trocken auszusehen, wobei das innere noch immer feucht ist. Wasserbasismaterial ist vom Grund her etwas dicker und somit dort etwas kritischer.
    • Bei größeren Lackstörungen die Oberfläche komplett abwaschen und die Lackierung erneut auftragen. Diese Lösung ist eine große „Sauerei“! Allerdings bei größeren Flächen leider die einfachere. Wasserbasislack lässt sich schlecht schleifen und es entstehen Lackknubbel, wenn er nicht vollends durchgetrocknet ist. Darüber hinaus können die entstehenden Lackknubbel im Schleifprozess weitere Beschädigung wie Riefenbildung am Untergrund hervorrufen.
    • Kleinere Läufer können durch partielles Abwaschen behoben werden. Dabei ist darauf zu achten, dass das Lösemittel nicht geschwemmt wird. Langsam und mit Bedacht kommt man hier zum Ziel. Nach dem Trockenlegen der Oberfläche, nochmals anschleifen und mit der Lackierung fortfahren.
  • Was passiert in diesem Vorgang?
    • Das Material sammelt sich punktuell und schwemmt auf.
    • Somit verändert sich die Oberflächenstruktur und auch der Farbton. Bei Metallictönen schwimmen die Metallics zusammen und es entstehen dunkle Flecken, die aussehen wie eine Wellenformation.