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Schattenbildung im Randzonenbereich

Sichtbare Randzonen, die in der Ein- oder Beilackierung und auch im Spot- / Smart-Repair zu finden sind.

  • Fehlerquellen:
    • Falscher Pistolendruck beim Einlackieren. Somit werden die Auslaufzonen entweder zu nass oder zu trocken.
    • „Balkenlackierung“. Dabei handelt es sich um eine falsche Lackiertechnik beim Einlackieren. Der Anwender hört immer an der gleichen Stelle auf das Material einzulackieren. Das Einlackieren sollte als optische Täuschung für das menschliche Auge genutzt werden.
    • Bei schwierigen Farbtönen bietet es sich manchmal an, einen Blender einzusetzen. Auch mit dem Einsatz von Blender ist auch auf eine gleichmäßige Lackiertechnik zu achten. Ein Blender ist ein transparenter Basislack, in den man den Farbton hineinlackiert. Somit fallen Pigmente etwas weicher ein. Der Einsatz von diesen Produkten wird von jedem Lackierer anders gehandhabt. Oder er kommt erst garnicht zum Einsatz.
    • Der Spritzdruck ist je nach Abstand zu hoch oder zu niedrig. Ein hoher Druck verändert das Material zu einem trocknen Spritzbild. Dadurch wird das Aufstellen der Pigmente beeinflusst. Somit kann ebenso ein Schatten am äußeren Rand der Lackierzone entstehen.
    • Zu kurzer Einstellzusatz im Basislack für zu hohe Außentemperaturen. Somit haben Pigmente wenig Zeit sich „auszurichten“.
    • Hektik beim Anwender – „Mal eben schnell fertig machen“.
  • Fehlervermeidung:
    • Richtige Lackiertechnik beim Einlackieren nutzen. In den Randzonen wird das Material eingenebelt. Hier darf „gewedelt“ werden. Es bedarf etwas Übung, um den Farbton so zu treffen, wie er am Ende erscheinen muss.
    • Materialeinstellung der Umgebung anpassen.
    • Lackierungen nicht unter Zeitdruck durchführen. Lässt sich in vielen Fällen in der Praxis nicht verhindern, sollte aber beachtet werden.
    • Bei dem Einsatz von Blendern darauf achten, dass diese noch nass sind, wenn man an diesen Stellen einlackiert. Es nutzt nichts, wenn diese schon „angezogen“ oder gar trocken sind. In diesem Fall ist ein weiteres Auftragen notwendig.
  • Reparaturweg:
    • Schattenbildungen, die erst nach dem Klarlackauftrag sichtbar sind, sind nur durch einen neuen Lackaufbau zu beseitigen.
    • Wenn noch kein Klarlack appliziert wurde, kann die Lackierung durch weiteres Einlackieren verbessert werden.
  • INFO zu Blendern:
    • Blender, die an Objektkanten aufgetragen werden, hier ein Beispiel:
      Kotflügel ganz lackieren und RepLack plus Farbtonanpassung in die Türe. Hier würde der Blender bis an die Türkante aufgetragen werden. Das Problem eines Blenders ist hier, das auch wenn dieser dünn auflackiert wird, dazu beitragen kann, den Farbton durch Lupenwirkung zu beeinflussen. Blender sind mit Bedacht einzusetzen.
  • Was passiert bei der Schattenbildung?
    • Durch die Lackiertechnik werden Farb- oder Metallicpigmente in eine bestimmte Stellung gebracht. Falls die Abstände zu eng werden und das Material zu dick, entsteht ein dunkler Streifen. Somit die Schattenbildung. Auf der anderen Seite kann durch zu hohen Abstand und zu viel Spritzdruck beim Einlackieren eine „Kirmes-Bude oder Autoscooter-Effekt“ entstehen. Dies entsteht durch falsche Lichtbrechung und Pigmentstellung.
      Das Einlackieren muss geübt und die Technik unbedingt sauber ausgeführt werden. Auslaufzonen dürfen nicht wie ein Balken untereinander aufhören. Somit erhöht sich die Gefahr der Balkenbildung, die im Anschluss nur sehr schwer auszulackieren ist.