Orangenhaut an der Beschichtungsoberfläche

Oberflächenstruktur mit starker „Narbe“

  • Fehlerquellen:
    • Die Materialschichtstärke ist zu dünn und zu mager gespritzt. Unter Umständen somit auch die Lackiertechnik zu schnell.
    • Die Materialviskosität ist zu hoch eingestellt (das Material ist zu dick).
    • Der Spritzabstand zum Objekt ist zu hoch. Wenn du noch nicht viel Erfahrung hast, probiere mit dem Abstand von ca. 20cm und 2bar Lufteingangsdruck. Von dort aus kannst du weitere Einstellungen vornehmen.
    • Spritzdruck zu niedrig. Die Pistole fängt förmlich an zu spucken und das Material wird kaum bis garnicht zerstäubt.
    • Der Härter und/oder die Verdünnung falsch gewählt.
    • Das Material ist zu kalt (fast alle Materialien mit hohem Festkörpergehalt -HS-UHS-VHS- sind ab 18°C besser zu verarbeiten! Moleküle erstarren, werden bei Wärme „fließender“.
  • Fehlervermeidung:
    • Gleichmäßige Schichtstärken auftragen und Lackiertechnik verfeinern.
    • Härter und Verdünnungen der Temperatur und/oder der Objektgröße anpassen. Einstellzusätze nach technischen Informationen und Umgebungstemperaturen zusetzen.
    • Materialien mit hohem Festkörpergehalt möglichst über 18°C verarbeiten. Die Materialthixotropie verändert sich auch mit der Materialtemperatur. An dieser Stelle sollte man nur nicht den Fehler machen, das Material auf die Heizung legen und erwärmen und das Objekt in der kalten Umgebung stehen lassen. Bei dieser Kombination wird man sich in der Regel anschließend mit Läufern auseinandersetzen müssen.
    • Materialvorgaben der technischen Information beachten
    • Die Lagertemperatur der Materialien anpassen. Eine gute durchschnittliche Lagertemperatur ist ca. 15°C (noch besser 20°C um alle technischen Eigenschaften des Materials zu erreichen).
    • Die Pistoleneinstellung und Reinigung überprüfen
  • Reparaturweg:
    • Nach der Trocknung kann eine narbige oder strukturierte Oberfläche plan geschliffen werden und mit anschließendem Finishprozess aufpoliert werden.
    • Ist die Oberfläche für den Finishvorgang zu dünn, kann nur durch einen weiteren Lackaufbau die Fläche bearbeitet werden.
  • Was passiert in diesem Vorgang?
    • Das Material verspannt (verfließt) nicht.