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Overspray Lacknebel

Overspray und Lacknebel Niederschlag auf Oberflächen

Lacknebel in der Luft, der sich seinen Weg sucht.

  • Fehlerquellen:
    • Farbnebel im Allgemeinen ist kein Fehler, da sich das in der Lackierung mit Farbzerstäubung nicht vermeiden lässt.
    • Kabinenwärme zu hoch eingestellt (Durchschnitt liegt bei 23°C). Höhere Temperaturen zu einer schnellen Verdunstung der Lösemittel im Lack. Somit entsteht schneller Lacknebel.
    • Lacknebel an einem Objekt lässt auf schlechte Abdeckarbeiten zurückschließen.
    • Zu viele Teile in der Kabine. Bei vielen Anbauteilen wird viel Lacknebel in der Kabine „verschossen“. Hier lässt es sich dann nicht mehr vermeiden in verschiedene Richtungen zu lackieren. Wenn es vermeidbar ist, sollte ein Kabine nicht unnötig „vollgestopft“ werden.
    • Bedüsung der Lackierpistole ist zu groß oder nicht für das eingesetzte Material einsetzbar. Einige Lackierpistolen haben ein schlechtes Spritzbild mit konventionellen Basislacken. Durch die Anpassung der Zerstäubung auf Wasserbasis veränderte Luftführung kann es somit zu hoher Overspraybildung kommen.
    • Zu hoher Luftdruck bei dem Lackieren.
  • Fehlervermeidung:
    • Overspray ist grundsätzlich erst einmal nicht zu vermeiden. Denn alles was über das zu lackierende Bauteil oder Objekt hinausgeht, ist Overspray, der in der Luft liegt.
    • Nicht zu lackierende Flächen von Objekten sollten sauber abgedeckt werden.
    • Materialeinstellung der Umgebung und Objektgröße anpassen.
    • Lackierpistole dem Material anpassen (Pistole mit Nebelreduzierung einsetzen).
  • Reparaturweg
    • Oberflächen kann man schnell durch Aufpolieren wiederherstellen. Wenn die Lackierung noch frisch ist, entweder vollständig trocknen lassen und mit dem Poliergang weitermachen, oder mit etwas Lösemittel vorab abwaschen. Hier ist darauf zu achten, dass frische bzw. neue Lackschichten nicht mit dem Verdünner in Berührung kommen! Overspray, welcher unbeabsichtigt auf Scheiben aufgeschlagen ist, kann bei frischem Lacknebel mit Nitroverdünnung abgewaschen und anschließend mit Microfaser gereinigt werden. Bei trockenem Lacknebel kann dieser vorsichtig mit einem Glasschaber entfernt werden.
    • Falls der Nebel auf Anbauteilen sehr hartnäckig ist, leichtes anschleifen mit P2000/P3000 und mit bekanntem Finish vorgehen.
    • Lacknebel auf matten Lackierungen ist der „Worst Case“. Im schlimmsten Fall wird eine Neulackierung fällig. Polieren von Mattlackierungen ist nicht wie bei Hochglanzlacken möglich. Daher ist bei solchen Lackierungen ein Höchstmaß an Vorsicht und Sorgfalt bei dem Abkleben geboten.
  • Was passiert in diesem Vorgang?
    • Die Lackoberfläche ist schon „zu“ und nimmt kein weiteres Material auf. Somit legt sich der Nebel als kleine „Kugeln oder Punkte“ auf die Oberfläche.